Thüringer Landesmedienanstalt

Thüringen wird digital

Weimar / Weimarer Land | 06.06.2011

"Veraltetes" Fernsehen wird es bald nicht mehr geben, Quelle: Fotolia
"Veraltetes" Fernsehen wird es bald nicht mehr geben, Quelle: Fotolia

Auf dem 4. Hessisch-Thüringischen Mediengespräch kamen die wichtigen TV-Vertreter zusammen. Thema war: die Umstellung von analog auf digital.

Die Experten sind sich schon lange einig. Die Zukunft des Fernsehens ist digital. Die digitale Technik hat einfach zu viele Vorteile, um sie ungenutzt zu lassen. So können beispielsweise sehr viel mehr Fernseh-Programme und andere Inhalte übertragen werden. Und das in deutlich besserer Qualität als bei der analogen Stiefschwester.

Abschaltung des analogen TV-Signals und Umrüstung auf digital

Das analoge Signal wird so auch am 30. April 2012 endgültig abgeschaltet. Das heißt für circa 7 Millionen Zuschauer in Hessen und Thüringen: umrüsten. Darum ging es beim 4. Hessisch-Thüringischen Mediengespräch Ende Mai. In den nächsten Monaten gehe es darum, so die TV-Vertreter, über die Abschaltung zu informieren. Privathaushalte, Hotels, Krankenhäuser und Altenheime müssten vorgewarnt werden. Sie sollen nicht „schwarz“ sehen müssen.

Klar sehen mit „klar digital“

Für diese Aufgabe hat man ein eigenes Projektbüro gegründet. Es heißt „klar digital“. Dieses hat schon vor Monaten eine umfangreiche Kampagne gestartet. Alle Fernseh-Veranstalter unterstützen diese Informations-Kampagne. Die Ironie liegt darin, dass gerade via die analoge Stiefschwester informiert wird. Nationale und regionale Fernseh-Programme werden die Zuschauer aufrufen, sich einen digitalen Empfänger zu besorgen.

Auch Kabel wird digital

Beim Mediengespräch waren auch Vertreter der Kabelnetzbetreiber anwesend. Diese prophezeiten, dass langfristig auch über Kabel nur noch digitale Programme verbreitet werden sollen. Die Abschaltung des analogen Signals beim Kabel steht jedoch noch nicht fest. Man bemüht sich aber darum, die Kabelkunden schnell auf digitalen Empfang umzustellen. Dies könne nur marktgetrieben erfolgen.

Kostenlose Programme bleiben umsonst

Ab Mai 2012 sollen die Signale vom Satelliten auch digital in die angeschlossenen Kabel-Anlagen eingespeist werden.  Auch weiß man, dass die Zuschauer ein unverschlüsseltes, digitales Programm erwarten würden. Die kostenlosen Programme dürften im Zuge der Digitalisierung nicht zu Pay-Programmen werden.    Die Grenzen zwischen Rundfunk und Telekommunikation sind fließend. Schon jetzt kann  jeder Inhalt zu jeder Zeit auf jedem Gerät genutzt werden. Das wird sich im Laufe der nächsten Jahre als Standard etablieren.  

Die Zukunft ist auf jeden Fall digital

„Es geht uns im Gesamten um eine Digitalisierung des Medienmarktes. Denn Digitalisierung steht nicht allein für technische Empfangbarkeit und hohe Bildqualität. Die Zukunft der Medien ist in jedem Fall digital. Nicht nur, weil die Bilder und Töne besser werden! Auch, weil die Digitalisierung dem Nutzer eine Vielzahl neuer Möglichkeiten bringen wird. Technische Dienstleistern und Programmanbietern werden neue Chancen offeriert“, sagte Prof. Wolfgang Thaenert. Er ist von der Landesanstalt für privaten Rundfunk Hessen.

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