Südthüringen | 05.08.2010
Im Streit um die geplanten Windräder in Sichtweite der zum Weltkulturerbe gehörenden Wartburg in Thüringen verhärten sich die Fronten. Jetzt pocht die Betreiberfirma auf den Bau der beiden Anlagen an dem umstrittenen Standort. Werde die Baugenehmigung "kassiert", werde es "richtig teuer", so der Anwalt des Unternehmens.
Kultusminister Christoph Matschie (SPD) sagte gestern in Erfurt, es gebe genügend andere Flächen, auf denen Windräder aufgestellt werden könnten. Er könne sich nicht vorstellen, dass es im Interesse eines Investors sei, den Unesco-Titel der Wartburg aufs Spiel zu setzen. Der Minister verwies darauf, dass für den Welterbe-Status auch das Umfeld der Burg entscheidend sei. Das Verwaltungsgericht Meiningen hatte jüngst den Widerspruch gegen den Bau der Windräder zurückgewiesen. (pr.online)
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