Sömmerda | 06.06.2011

Arbeitsvertrag, Quelle: Fotolia
Die Arbeitslosen-Quote von Mittelthüringen ist auf 9,6 Prozent gesunken. Die Thüringer Arbeitgeber suchen vermehrt Personal.
Im Mai sank die Zahl der Arbeitslosen in Mittelthüringen (Erfurt, Weimar, Weimarer Land, nördlicher Ilm-Kreis und Landkreis Sömmerda) auf 24.076. Das sind 2.693 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr. Damit hat Mittelthüringen im Jahr 2011 erstmals eine einstellige Arbeitslosen-Quote zu verzeichnen. Sie liegt jetzt nur noch bei 9,6 Prozent.
Positive Arbeitsmarkt-Entwicklung
„Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an. Das sieht man an anhaltend hohen Stellen-Eingängen. Zudem haben wir es mit rückläufigen Arbeitslosen-Meldungen zu tun. Auch gibt es weniger Beschäftigungs-Verluste“, sagt Klaus Meyer. Meyer ist Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Im Mai mussten sich 1.521 Menschen nach einer Beschäftigung arbeitslos melden. Besonders hat dies Beschäftigte im Handel und im verarbeitenden Gewerbe getroffen. Auch im Baugewerbe sowie in der Zeitarbeit gab es weniger Arbeit. Seit Jahresbeginn sank die Zahl der Meldungen von neuer oder erneuter Arbeitslosigkeit jedoch. Und 2.303 Menschen bekamen im Mai eine neue Arbeit.
Weiterhin hoher Personal-Bedarf in vielen Branchen
Die Unternehmen haben weiterhin hohen Bedarf an Personal. 1.679 Stellen meldeten die regionalen Unternehmen als frei. „Der Personalbedarf der regionalen Wirtschaft ist schon seit Jahresbeginn hoch. Die Firmen haben uns seit Januar über 8.600 Mal mit der Mitarbeitersuche beauftragt. Das sind 18 Prozent mehr als im letzten Jahr. 80 Prozent aller neu gemeldeten Stellen sind unbefristet zu besetzen. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei ca. 60 Prozent“, sagt Meyer. Gesucht werden vor allem Mitarbeiter in der Metallbe- und -verarbeitung. Auch Maschinen- und Fahrzeugtechniker werden gebraucht. In der Lebensmittel-Branche braucht man auch Personal. Zudem werden Lager- und Logistik-Mitarbeiter, Berufskraft-Fahrer, Mechatroniker und Elektroniker gesucht.
Vor allem Jüngere und Langzeit-Arbeitslose wieder mehr Chancen
Die Arbeitslosigkeit sank bei Jüngeren und Langzeit-Arbeitslosen. Vor allem bei den Jüngeren ist ein Rückgang auf 1.730 zu verzeichnen. Auch die Langzeit-Arbeitslosigkeit sank. Anders bei den Älteren und Schwerbehinderten. Hier sank zwar die Zahl der Arbeitslosen vom April zum Mai. Aber verglichen mit 2010 sind etwas mehr Menschen arbeitslos. „Es wird deutlich, dass es für Jüngere deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt gibt als für Ältere. In Zeiten des Fachkräftemangels gibt es bei den Berufserfahrenen noch viel Potential zu erschließen.“ So sieht es Klaus Meyer. So liegt die Jugend-Arbeitslosenquote bei 6,7 Prozent. Bei den 50 bis 65-Jährigen liegt sie dagegen bei 11,4 Prozent.

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