Arbeitsmarkt

Aufwärtstrend im Thüringer Arbeitsmarkt geht weiter

Sömmerda | 05.05.2011

Arbeitsmarkt, Quelle: Fotolia
Arbeitsmarkt, Quelle: Fotolia

Der Thüringer Arbeitsmarkt befindet sich weiter im Aufwind. Die Arbeistlosen-Quote Thüringens bleibt die niedrigste in Ostdeutschland. Jetzt muss der positive Trend genutzt werden.

„Der Aufwärtstrend setzt sich fort“, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig zu den aktuellen Arbeitsmarkt-Zahlen für Thüringen. „Der Thüringer Arbeitsmarkt profitiert von der robusten Konjunktur-Entwicklung und von der Frühjahrsbelebung“. Mit 9,2 Prozent bleibt die Arbeitslosen-Quote unter der Zehn-Prozent-Marke. Sie liegt am niedrigsten innerhalb Ostdeutschlands (Ostdeutschland: 11,8 Prozent). „Damit ist Thüringen innerhalb der Neuen Länder weiterhin an vorderster Stelle“, so der Minister.

Positive Entwicklung für Arbeit-Nehmer und -Suchende

Positiv ist auch der Zugang an offenen Stellen im April: 6.742 freie Stellen wurden in Thüringen im April gemeldet. Das war ein Zuwachs um 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat März und um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat April. 24.070 gemeldete Stellen konnten seit Jahresbeginn verzeichnet werden. „Die Arbeitnehmer-Seite kann aufatmen“, sagte der Thüringer Arbeitsminister. „Die Chancen für Arbeitsuchende und für Arbeitnehmer, die sich verändern wollen, haben sich deutlich verbessert.“

Machnig: „Die Spaltung des Arbeitsmarktes dürfen wir nicht hinnehmen“

Der anziehende Konjunktur-Motor muss laut Machnig jetzt genutzt werden, um reguläre Stellen und qualitativ gute Arbeit in Thüringen zu schaffen. „Jetzt haben wir die Chance, den Arbeitsmarkt langfristig zu stabilisieren und die Qualität von Arbeit zu verbessern“, so der Arbeitsminister. Angesichts der Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und des Leiharbeit-Missbrauchs auch in Thüringen hält Machnig es für gefährlich, wenn diese Entwicklung verharmlost werde. „Die Spaltung des Arbeitsmarktes dürfen wir nicht hinnehmen“, so Machnig. Qualifizierte Beschäftigte und Fachkräfte könnten nur für Thüringen gewonnen werden, wenn der Freistaat auch als Beschäftigungs-Standort einen guten Ruf entwickelt.

Thüringer wollen gute Arbeits-Bedingungen und faire Löhne

Zudem verstoße es gegen die Würde der Beschäftigten, wenn für gleiche Arbeit unterschiedliche Löhne gezahlt werden. „Die Mehrheit der Menschen in Thüringen wünscht sich gute Arbeits-Bedingungen und faire Löhne“, so Machnig. Das habe die Umfrage von tns-Infratest wieder deutlich gemacht: 63 Prozent der Befragten beklagten, dass sich sowohl Löhne und Gehälter als auch das Angebot an unbefristeten Arbeitsplätzen zum Negativen entwickelt hätten. Für 39 Prozent ist die Begrenzung der Leiharbeit der wichtigste Schwerpunkt der Arbeitsmarkt-Politik.

 

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