1. Jenaer Verkehrskonferenz

Positionspapier unterzeichnet

Ostthüringen | 09.03.2010

Deutsche Bahn
Deutsche Bahn

Städte entlang der Saalbahn und der Frankenwaldbahn, Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern haben am Montag, 8. März, während der 1. Jenaer Verkehrskonferenz ein Positionspapier verabschiedet und damit der Forderung zum Erhalt der schnellen Verkehrsverbindungen Nachdruck verliehen.
Nach der Einweihung der ICE-Trasse von Berlin über Erfurt nach München, die nach bisherigen Angaben der Bahn AG für das Jahr 2017 geplant ist, soll der Fernverkehr im mindestens zweistündigen Takt erhalten bleiben.

Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter schätzte das Bahnstatement, das Gerold Brehm, der Landesbauftragte der Deutschen Bahn für den Freistaat Thüringen, als „sehr ernüchternd“ ein. Nach Brehms Ausführungen während der Konferenz solle es seitens der Bahn künftig keinen zweistündigen Fernverkehrstakt auf der Saalbahn mehr geben. Mehr als einen Vier-Stunden-Takt stellte er nicht in Aussicht. In Richtung Süden könne Jena durch einen Regionalexpress an Nürnberg angebunden werden.
Karl-Peter Naumann, der Bundesvorsitzende des Vereins Pro Bahn, regte an, über neue, intelligente Lösungen nachzudenken. So sei die Kopplung von Nah- und Fernverkehr in Form von „rot-weißen“ Zügen vorstellbar.
Vertreter der Verkehrsministerien sicherten ihre Unterstützung zu. Zudem werde es Überlegungen geben, ob auch Konkurrenten der Bahn AG einbezogen werden sollten.
Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter versicherte, dass es bei dieser ersten Konferenz der Anrainer nicht bleiben werde. „Es wird künftig sicher jährlich solche Konferenzen geben“, sagte er.
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