Nordthüringen | 20.04.2011
Seit der Entspannung der Kredit- und Finanzmärkte boomt der deutsche Mittelstand - auch im Freistaat Thüringen.
Die Stimmung im deutschen Mittelstand im Frühjahr 2011 könnte nicht besser sein. Der deutsche Mittelstand erlebt gerade einen Konjunktur-Boom. Für die Unternehmer des Mittelstands ist noch kein Ende des Aufschwungs in Sicht. Rund 53 Prozent der befragten Unternehmer des Mittelstands bezeichnete die aktuelle Lage als „sehr gut“. „Mangelhaft“ oder gar „ungenügend“ gab es hierbei kaum zu hören. Dies berichtet Creditreform. Der Verein befragte knapp 4.300 Unternehmer des Mittelstands aus ganz Deutschland.
Dickes Plus bei Aufträgen und Umsätzen
Bei den mittelständischen Unternehmen füllen sich derzeit die Auftragsbücher. Die Umsätze steigen. So meldet jeder Dritte einen Zuwachs der Aufträge. Gleichzeitig sank die Zahl der Unternehmen, die über Umsatz-Rückgänge klagen. Von 37,7 Prozent im Vorjahr auf 19,5 Prozent im Jahr 2011. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Handel gibt es Umsatz-Zuwächse.
Aufschwung schafft Arbeit
Der Wirtschafts-Aufschwung sorgt auch für einen steigenden Bedarf an Arbeitskräften. Rund 24,3 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben in den vergangenen sechs Monaten eingestellt. Neu eingestellt werden im Mittelstand vorwiegend sozialversicherungspflichtige Vollzeitkräfte Flexible Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeit- und Mini-Jobs spielten nur eine untergeordnete Rolle. Selbst am Bau sind während des Winterhalbjahres 2010/11 zusätzliche Jobs entstanden. Das meiste neue Personal gab es aber im Verarbeitenden Gewerbe, auf dem Dienstleistungs-Sektor und im Handel.
Boom beeinflusst langfristige Personalplanung
Auch die Personal-Planung wird im Zuge des Konjunktur-Booms nach oben angepasst. Ein Viertel der befragten mittelständischen Unternehmen möchte in den kommenden Monaten Leute einstellen. Die meisten Neu-Anstellungen dürften die größeren Mittelständler tätigen. Aber auch junge und schnell wachsende Mittelständler wollen einstellen. Derzeit planen 35,3 Prozent der Mittelständler mit 101 bis 250 Beschäftigten eine Aufstockung des Personals. Bei Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten sind es sogar fast die Hälfte. Überdurchschnittlich hoch ist die Einstellungsbereitschaft auch bei jungen Firmen. Fast die Hälfte der Unternehmen mit maximal zwei Jahren Markt-Zugehörigkeit brauchen mehr Mitarbeiter.
Kaum noch Finanzierungsprobleme bei Investitionen
Rund 53,4 Prozent der Befragten Unternehmen aus dem Mittelstand wollen weiterinvestieren. Diese Zahl liegt deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Dies liegt vor allem an der Entspannung auf den Finanz- und Kreditmärkten. Die kleinen und mittleren Unternehmen erhöhen sogar ihre Investitions-Ausgaben. Über die Hälfte der Mittelständler hat nun ein höheres Investitions-Budget. Sehr investitionsfreudig sind wieder Verarbeitendes Gewerbe und der Dienstleistungs-Sektor. Am meisten will jedoch der Handel investieren.

B4B MITTELSTAND bedient den aktuellen Informationsbedarf des Mittelstands. Die Beiträge vermitteln einen Überblick über das jeweilige Thema und zeigen dessen praktischen Nutzen auf.