Gotha | 04.07.2011

Arbeit am Computer, Quelle: Fotolia
Die Umstellung von 32-Bit auf 64-Bit Betriebssysteme birgt Risiken im Geschäfts- und Produktionsablauf. Nur mit Anleitung und Planung können Unternehmen problemlos updaten.
Das 64-Bit-Betriebssytem ist seit ca. 3 Jahren auf dem Markt. Nach und nach ist dieser Technologie-Sprung bei den Unternehmen angekommen. Die Umstellungen vom 32-Bit-Betriebssystem auf das 64-Bit-Betriebssystem laufen an. Die Betriebssysteme technologisch aufzurüsten ist nicht ganz einfach. Für einen reibungslosen Ablauf ist es ratsam, auf Checklisten zurück zu greifen. Dies gilt gerade für Unternehmen. Die Checklisten sollten den komplexen Ablauf durchdacht planen und helfen, Probleme im Vorfeld zu vermeiden.
64-Bit-Verträglichkeit der Software-Anwendungen
Besonders wichtig ist die Prüfung aller genutzten Software-Anwendungen auf die 64-Bit-Verträglichkeit. Nicht jedes ERP- oder CRM-System ist darauf ausgelegt, auf einem 64-Bit-System zu arbeiten. Verantwortliche und Administratoren sind angehalten, im Vorfeld mit den Software-Partnern diese Fragen zu besprechen. Eine „noch-zu-machen-Liste“ sollte dabei erstellt werden. Steht der Termin zur Umstellung, sollten alle Ansprechpartner der Software-Lieferanten informiert werden. Kommt es nämlich zu Engpässen kann zügig reagiert werden. Und das ohne Ausfallzeiten der EDV bei Anwendern oder der Produktion.
Achtgeben auf Kleinigkeiten
Meist sind es die vermeintlichen Kleinigkeiten, die bei derartigen Projekten vergessen werden. So ist es in der Vergangenheit oft dazu gekommen, dass vor dem Update keine Datensicherung durchgeführt wurde. Was bei Vielen zum Schmunzeln anregt, kann schnell Tausende Euro kosten. Im Falle des Rückspielens der Systeme kann dann nicht auf den zuletzt aktuellen Datenstand zurückgegriffen werden. Das Ergebnis: die Daten müssen manuell nachgearbeitet werden. Von den Ausfallzeiten ganz zu Schweigen.
Mini-Checkliste für das Nötigste
Virenschutzprogramme finden meist als 32-Bit-Anwendungen weiterhin Verwendung. Sie sind jedoch oft nicht 64-Bit-kompatibel. Es kommt zur Serverblockade, zu Verzögerungen der Anwendungen, die so weit gehen kann, dass gar kein Zugriff möglich ist. Virenschutz ist nicht mehr gegeben! Schnittstellen für Softwareanwendungen und Drucker müssen geprüft und getestet werden. Fast immer sind, gerade im Bereich der Software, Anpassungsprogrammierungen notwendig. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Software-Partner. Professionelle Softwarehäuser haben bereits Updates in petto, die den Kunden zur Verfügung stehen. Kommunikation mit Außenstellen via DSL-Leitungen. Bedenken Sie die externe Kommunikation wie Mail, Internet, Datenabgleich, Fahrzeugortung, Home-Office-Anwender etc. Die DSL-Technologie ist entscheidend: finden asynchrone oder synchrone Datenleitungen Anwendung. Die asynchrone ist für den Privatbereich konzipiert. Hier wird die Bandbreite vom Telekommunikationsanbieter in Auslastungsstarken Zeiten verringert. Anwendungen und Zugriffszeiten können enorm schwanken. Verzögerungen bis hin zu minutenlangem Stillstand sind die Folge. Synchrone DSL-Leitungen wiederum sind für Gewerbe vorgesehen, zu deren Gunsten die asynchrone Leitung getaktet wird.
Ausbildung des technischen Personals
Unerlässlich ist die Ausbildung des technischen Personals. Die IT-Verantwortlichen sollten mindestens eine MCSE-Ausbildung nachweisen können. Verlangen Sie von Ihrem IT-Verantwortlichen bzw. Ihrem IT-Systemhaus den Nachweis über eine Ausbildung für die 64-Bit-Technologien. Dass die gesamte Hardware sicher und verfügbar arbeitet, empfehlen sich Systeme zur präventiven Wartung.

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