ThEGA

Neue Energie entsteht neben der Autobahn

Gotha | 08.11.2011

Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien, Quelle: Fotolia

Investoren bekommen jetzt Tipps und Hinweise, wie und wo sie rechts und links von Thüringer Autobahnen neue Photovoltaik-Anlagen errichten können.

Dafür sorgen zwei aktuelle Studien der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA).

Potenziale zur Energie-Wende aufdecken

Jüngst abgeschlossen wurde zum einen ein Leitfaden, der Investoren Kriterien aufzeigt, die sie beim Bau von PV-Anlagen längs der Autobahnen beachten müssen. Gerade begonnen wurde zum anderen die zweite Studie: Gutachter werden in den kommenden vier Monaten entlang der A4 zwischen Gotha und thüringisch-hessischer Landesgrenze ermitteln, welche Flächen entlang dieses Autobahn-Abschnitts für Solar-Investitionen geeignet wären.

„Wir wollen die Energie-Wende vorantreiben und müssen dafür geeignete Flächen-Potenziale in Thüringen nutzen“, sagt ThEGA-Leiter Prof. Dr. Dieter Sell. „Unsere beiden Studien werden Investitionen in erneuerbare Energien befördern.“

Von gesetzlichen Rahmen-Bedingungen und einem kleinen Helfer

Der Gesetzgeber erlaubt und fördert die Errichtung von PV-Anlagen auf den Flächenstreifen entlang der Autobahnen mit bis zu 110 Metern Breite. Nicht jedes Areal in diesem Flächen-Korridor ist allerdings geeignet. Ob eine Investition erfolgversprechend ist, hängt von mehreren Kriterien ab: von dem Bewuchs mit Pflanzen, von einer etwaigen Hanglage oder auch von der Entfernung zum nächsten Netzeinspeise-Punkt.

Der neue ThEGA-Leitfaden erläutert diese Kriterien aus den Bereichen Naturschutz, Topografie und Infrastruktur. Damit leistet er vor allem Investoren Hilfe, wenn sie Areale bewerten möchten. Einsehbar ist der Leitfaden auf der Website der ThEGA in der Rubrik „ThEGA-Projekte“.

Zweite Studie bringt Ergebnisse im Frühjahr 2012

Die Studie erarbeitet die ThEGA in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Via Solutions. Das Unternehmen betreibt den 44 Kilometer langen Autobahn-Abschnitt der A 4 von Gotha bis zur westlichen Landesgrenze. Hier werden Experten anhand des Kriterien-Katalogs die Streifen entlang der Magistrale auf ihre Tauglichkeit für PV-Investitionen überprüfen.

„Am Ende verfügen wir über ein handlungsorientiertes Kataster für diesen Abschnitt der A 4“ prognostiziert Prof. Sell. „Damit leisten wir einen Beitrag zur raschen Realisierung von Vorhaben im Bereich der Photovoltaik in Thüringen.“

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