Gotha | 24.06.2010
Vom 21. bis 23. Juni fanden die IHK-Abschlussprüfungen in den
Gastronomieberufen statt im F + U Bildungszentrum in der
Oscar-Gründler-Straße 4 in Gotha statt. Damit die Prüfungen so
lebensecht wie möglich ablaufen, bedienten die „Noch–Azubis“ eingeladene
Gäste und Mitarbeiter ihrer Ausbildungsbetriebe. Von der
Prüfungskommission wurden dabei die Tischgestaltung, das Gespräch mit
dem Gast, die Technik des Servierens ebenso bewertet wie die Kreation
und Zubereitung eines Cocktails.
Serviert wurde ein Drei Gänge Menü, das von den „Noch-Koch Azubis“ unter
den Augen einer zweiten Prüfungskommission zubereitet wurde. Die
künftigen Köche erhielten vorvier Wochen einen vorgegebenen Warenkorb,
aus dem sie einen schriftlichen Menüvorschlag erarbeiten mussten. Das
Ergebnis der praktischen Umsetzung konnten die geladenen Gäste dann
testen und genießen. In diesem Jahr haben sich beim Hauptgang fast alle
Kandidaten für die Zubereitung einer Roulade zum Hauptgang entschieden,
da die Vorgabe des Warenkorbes die die Verwendung von Fleisch aus der
Oberkeule eines Rindes vorsah. Da das in Thüringen typische Rotkraut
nicht als Beilage verwendet werden durfte, waren der Beilagenkreation
keine Grenzen gesetzt.
Geprüft wurden in diesem Jahr 17 angehende Köche, 11 Restaurantfachkräfte (3-jährige Ausbildung) und sechs Fachkräfte im Gastgewerbe (2-jährige Ausbildung). Positiv aufgefallen sind die Fachkräfte im Gastgewerbe, trotz der um ein Jahr verkürzten Ausbildungszeit, gab es keine gravierenden Unterschiede zu den Prüfungsteilnehmern mit 3-jähriger Ausbildungszeit.
Vor dem Hintergrund des Wandels auf dem Ausbildungsmarkt wird es für die Unternehmen des Hotel- und Gaststättengewerbes im Landkreis Gotha immer schwieriger, geeignete Bewerber zu gewinnen und letztendlich einen Ausbildungsvertrag abzuschließen. In vielen Unternehmen wird künftig ein Umdenken stattfinden. Neben Perspektiven, die den jungen Menschen aufgezeigt werden müssen, ist nicht zuletzt die Ausbildungsvergütung das Zünglein an der Waage bei der Entscheidung für oder gegen einen Ausbildungsbetrieb, erörtert Sabine Wetterhahn vom Regionalen IHK Service-Center Gotha.

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