Erfurt | 08.07.2011
Kurz vor Beginn der Sommerferien gibt der TÜV Thüringen noch einmal nützliche Tipps für die Reise-Vorbereitung. Auf dass die schönste Zeit des Jahres nicht schon stressig anfängt.
Urlaubszeit ist Reisezeit. Wer stressfrei mit dem Auto am Urlaubsort ankommen möchte, sollte einige Dinge bei seiner Reise-Vorbereitung beachten. TÜV Thüringen-Verkehrsexperte Torsten Hesse verrät wie.
1. Reiseplanung
Gut daran ist derjenige, der seine Reise mit Zeit plant. „In der Hektik werden oftmals wichtige Papiere daheim liegen gelassen. Pass, Personalausweis und Führerschein sollten jederzeit griffbereit sein“, so Hesse. Bei Auslandsreisen, Versicherungs-Unterlagen nicht vergessen. Autofahrer sollten sich im Vorfeld informieren, welche Vorschriften im jeweiligen Reiseland gelten. „Warnwesten sind in vielen europäischen Nachbarländern teilweise für jeden Insassen vorgeschrieben. Wer in eine Kontrolle gerät oder liegen bleibt, riskiert ein saftiges Bußgeld“, warnt Hesse. Auch Tempo-Bußgelder können die Urlaubskasse im Ausland empfindlich belasten.
Stauumfahrung
Um mögliche Staus umfahren zu können, sollte die Reiseroute mit Alternativstrecken geplant werden. Navigationsgeräte sind heutzutage hilfreiche Reisebegleiter. Oft ermöglichen sie eine stressfreie Fahrt. Ein Blick in die gute alte Karte kann im Vorfeld jedoch nicht schaden. So kann man sich einen Überblick verschaffen. „Vor Reiseantritt sollten Autofahrer auf Stauwarnungen im Radio oder Internet achten. Wer seine Abfahrtszeit nicht in die Hauptverkehrs-Zeit legt, vermeidet von vorneherein unnötige Standzeiten“, rät Hesse. Ganz wichtig: niemals übermüdet oder nach einem gestressten Arbeitstag die Urlaubsreise antreten.
2. Technik-Check:
Wer Pannen vermeiden möchte, sollte vor der Urlaubsfahrt den Zustand seines Wagens überprüfen. Dumm wenn man gerade auf der Fahrt in den lang ersehnten Urlaub ein plötzlich eine Panne hat.
Dinge, die man selbst erledigen kann
„Einige Dinge am Fahrzeug kann jeder vor Reiseantritt selbst prüfen. Die Füllstände von Motoröl, Kühlflüssigkeit oder Scheibenwisch-Wasser beispielsweise. Mit zu wenig Öl oder Kühlflüssigkeit ist der Motorschaden nicht fern“, erklärt Hesse. Auch die Prüfung von Wischerblättern, Reifendruck, Profilhöhe oder die Funktion der lichttechnischen Einrichtung lassen sich selbst erledigen. An den sicherheitsrelevanten Verschleißteilen sollte man nie sparen. „Mit abgefahrenen Reifen endet die Urlaubsreise oftmals mit einer Reifenpanne. Schlimmstenfalls auch in der Leitplanke“, so der Verkehrsexperte des TÜV Thüringen.
Proficheck vor Reisebeginn
Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt seinen Wagen vor der Urlaubsreise von einem Profi checken. Dies kann an den Prüfstationen des TÜV Thüringen oder in Fachwerkstätten geschehen. Hier können Autofahrer einen umfangreichen Urlaubs-Check an ihrem Fahrzeug durchführen lassen.
3. Beladen
Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahren bei falsch beladenen oder gar überladenen Fahrzeugen. „Das Fahrverhalten, gerade bei Kurvenfahrten verändert sich erheblich. Der Bremsweg erhöht sich und das kann vor allem bei längeren Bergabfahrten brenzlig werden“, erläutert Torsten Hesse. Das zulässige Gesamtgewicht darf nie überschritten werden. Ein Blick in die Fahrzeug-Papiere ist da ratsam.
Regeln für das Beladen
Laut TÜV-Experten Hesse sollten für das Beladen folgende Regeln beachtet werden. „Schwere Sachen immer nach unten packen. Keine Gegenstände unachtsam in der Hutablage abgelegen. Sie können bei einer Vollbremsung zu gefährlichen Geschossen werden. In den praktischen Dachbeladungs-Systemen möglichst leichte Dinge verstauen. Reifendruck und Scheinwerfer-Einstellung sollten vor der Reise dem Beladungszustand angepasst werden.“

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