Erfurt | 08.08.2011
IHI Charging Systems International investiert in Thüringen. Der Freistaat greift dem Konzern mit 11,1 Millionen Euro Förderung auch kräftig unter die Arme.
Die IHI Charging Systems International GmbH (ICSI) ist ein Gemeinschafts-Unternehmen der japanischen IHI-Gruppe und der Daimler AG. ICSI hat den Sitz in Heidelberg. ICSI wird sein Werk am Erfurter Kreuz bei Arnstadt erweitern. Für diese Erweiterung hat das Thüringer Wirtschafts-Ministerium einen Zuwendungs-Bescheid in Höhe von 11,1 Millionen übermittelt. In der Produktionsstätte wird die neueste Generation von Turboladern für Diesel- und Benzinmotoren hergestellt. „Mit diesem Automobilzulieferer haben wir einen stabilen und hochmodernen Leuchtturm in Thüringen. ICSI ist auf Wachstumskurs“, sagte Wirtschaftsminister Machnig.
Aufschwung für Automobil-Zulieferer
Die Erweiterung der ICSI mache deutlich, so der Minister, dass der Aufschwung bei der Thüringer Automobilzuliefer-Industrie angekommen sei. Gleichzeitig habe Thüringen hier ein Unternehmen, das mit den Turboladern besonders sparsame Motoren produziere. Die Reduzierung von CO2 und der sparsame Verbrauch von Treibstoff sei ein Kennzeichen der Turbolader. Diese werden europaweit abgesetzt.
Nachfrage steigt – ICSI muss in Ichtershausen erweitern
Da die Nachfrage nach energiesparenden Motoren gestiegen ist, müsse das Unternehmen eine Erweiterung der Betriebsstätte vornehmen. „Nach nur zwei Jahren erfolgreicher Aktivität freuen wir uns, das Werk Ichtershausen zu erweitern. Die gute Qualität unserer Produkte sowie die Attraktivität des Standortes haben unsere Kunden und Gesellschafter erneut überzeugt“, sagte Jörg Steins. Steins ist der Geschäftsführer von IHI Charging Systems International GmbH.
Investitions-Volumen von 49,4 Millionen
„Das Unternehmen greift mit seinen treibstoffsparenden Motoren die aktuellen Trends der Autobranche auf“, sagte Machnig. Daher sei es ein wichtiger Pfeiler für den Standort Thüringen. Das Gesamtinvestitions-Volumen für die Erweiterung am „Erfurter Kreuz“ liegt bei 49,4 Millionen Euro. Thüringen unterstützt das Investitions-Vorhaben mit einer Förderung von 11,1 Millionen Euro. Das Geld kommt aus der Gemeinschafts-Aufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).
Thüringen fördert – ICSI schafft Arbeitsplätze
Die Summe entspricht einem Fördersatz von 22,5 Prozent. Im Gegenzug wird das Unternehmen in den kommenden drei Jahren 143 Dauerarbeitsplätze und 7 Ausbildungsplätze zusätzlich schaffen. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen am Standort Thüringen bereits über 175 Mitarbeiter. Die IHI-Gruppe hat den Hauptsitz in Tokio. Sie gilt als einer der weltweit führenden Technologie-Konzerne in den Bereichen Automobilbau, Luft- und Raumfahrttechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 23.000 Mitarbeiter. Die IHI Charging Systems International GmbH hat seinen Hauptsitz und sein Entwicklungszentrum in Heidelberg. Sie betreibt eine weitere Fertigungsstätte zur Produktion von Turboladern in Cernusco (Mailand). Turbolader gewinnen eine immer größere Bedeutung im Automobilbau. Sie reduzieren den Benzin- und Dieselverbrauch von Fahrzeugen deutlich. Zudem mindern sie die Abgas-Emissionen der Motoren und erhöhen insgesamt die Effizienz.

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