Toyota Avensis

Toyota Avensis – Japanische Fahrkultur

Expertentipps | 09.01.2012

Toyota Avensis, Foto: Dietmar Stanka
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Toyota Avensis, Foto: Dietmar Stanka

Nach dem vor kurzem vorgestellten neuen Yaris schickt Toyota den Avensis als Neuwagen kosmetisch behandelt ins Rennen. Ein Facelift, wie es so schön heißt, soll der Limousine und dem Kombi des Mittelklassemodells Marktanteile sichern. Die immer schwerer zu erkämpfen sind, bei der Vielzahl von Angeboten in diesem Segment.  Von Dietmar Stanka

Klassisch ist der Avensis vor allem als Kombi erfolgreich, in Deutschland entfallen rund 85 Prozent der Zulassungen auf diesen Typ.

Überarbeitung

Es sind viele kleine Details, die sich beim Avensis der dritten Generation geändert haben. Die Front erhielt einen trapezförmigen Kühlergrill, die sich damit der neuen Formensprache des japanischen Autoherstellers anpasst. Schmalere Leuchteinheiten mit integriertem Tagfahrlicht ergänzen den neuen Auftritt. Die Rückleuchten wurden dem allgemeinen Trend folgend mit LED-Lichtern versehen. Diese sehen nicht nur besser aus, sondern verbrauchen auch weniger Energie. Ein kleiner Schritt in Richtung Verbrauchsoptimierung.

Der Innenraum wirkt aufgeräumter und die neuen Oberflächen strahlen durch einen guten Materialmix ein Mehr an Qualität aus. Die Sitze bieten einen befriedigenden Seitenhalt und scheinen auch für lange Strecken geeignet. Was sinnvoll ist, wird doch der Avensis oftmals als Dienstwagen genutzt.

Ein besonderes Highlight stellt das Multimedia-System Toyota Touch dar, das im September bei der Vorstellung des Yaris seine Premiere feierte. Bereits in der mittleren Ausstattungsvariante Life serienmäßig, bietet das Toyota Touch einen 6,1 Zoll großen Farbdisplay-Touchscreen mit Bluetooth-Funktion und Anschlüssen für verschiedenste externe Geräte wie zum Beispiel einen MP3-Player. Mit der Erweiterung Touch & Go für 550 Euro kommt ein Navigationsgerät inklusive TMCpro-Stauumfahrung dazu.

Das ist aber weitem noch nicht alles. In Verbindung mit einem internetfähigen Mobiltelefon mit Bluetooth-Schnittstelle kann das System über die Google Local Search Funktion die erzielten Suchergebnisse direkt in die Routenführung einspeisen. Außerdem wird eine SMS-Funktion angeboten und mit diversen Apps können Benzinpreise, freie Parkhäuser oder auch der Wetterbericht abgefragt werden.

Triebwerke

Zwei Benziner und drei Dieselmotorkonfigurationen stehen für den Avensis zur Wahl. Ein 1,6-Liter mit 97 kW (132 PS) sowie ein 1,8-Liter mit 108 kW (147 PS). Optional steht neben dem serienmäßigen Sechsgang-Getriebe für den 1,8er das Multidrive S Getriebe zur Verfügung. Die Selbstzünderfront beginnt mit einem 2-Liter, der 91 kW (124 PS) leistet und als Limousine nur 4,6 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll (Kombi: 4,7 Liter). Das ergibt 119 Gramm CO2-Ausstoss bei der Limousine (120 Gramm beim Kombi) und damit liegt dieses Modell mit an der Spitze in dieser Klasse.

2,2 Liter Hubraum nutzen die beiden Diesel, die 110 kW (150 PS) bzw. 130 kW (177 PS) in die Waagschale schmeißen. Während der schwächere Motor in der mittleren Variante Life sowie in der Topp-Version Executive verbaut wird, verlässt der stärkste Avensis das Band nur als Executive. Optional steht neben dem manuellen Sechsgang-Getriebe eine Automatik zur Wahl.

Preisgestaltung

Es beginnt bei 22.700 Euro, die Toyota für den Avensis als Limousine haben möchte. Für den Kombi müssen 1.000 Euro mehr berappt werden. Das von uns als Referenzmodell auserkorene Modell, der 2,0l D-4D, kostet als Life und Kombi 27.800 Euro. Unter anderem sind im Life so sinnvolle Dinge wie ein Regen-und Lichtsensor, ein automatisch abblendender Innenspiegel, eine 2-Zonen-Klimaautomatik sowie elektrische Fensterheber rundum enthalten. Die Spitze markiert der 2,2l D-CAT mit 33.200 Euro.

Erfreulicherweise ist die Aufpreisliste typisch Toyota kurz gehalten. So kosten zum Beispiel Bi-Xenon-Scheinwerfer 1.300 Euro und die hintere Einparkhilfe 350 Euro. Ausschließlich dem 2,2 D-4D mit Sechsgang-Automatik vorbehalten, ist das TEC-Paket. Dies enthält das Lichtpaket, ein Pre-Crash-Safety-System, Spurhalteassistent, Spurwarner sowie die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage.

Fazit

Die Überarbeitung hat dem Avensis gut getan. Wenige Retuschen frischen das Auto auf und geben ihm neuen Pep. Auf unseren ersten Testfahrten in und um Nizza überzeugte der Toyota Avensis mit einem ausgewogen komfortablem Fahrwerk, das selbst auf zügig gefahrenen Passstraßen keine Nervosität zeigte. Die Verarbeitung ist wie von Toyota gewohnt sehr gut und die Motoren durchaus spritzig zu nennen.

Technische Daten: Toyota Avensis Life Combi 2,0l D-4D

  • Motor: 4-Zylinder-Diesel
  • Getriebe: Sechsgang-Getriebe manuell
  • Hubraum: 1.998 ccm
  • Leistung in kW/PS bei xy U/min: 91 kW (124 PS)/3.600
  • Max. Drehmoment: 310 Nm zwischen 1.600 und 2.400 Umdrehungen pro Minute
  • Länge/Breite/Höhe: 4.780/1.810/1.480  in mm
  • Radstand: 2.700 in mm
  • Leergewicht: 1.585 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 2.130 kg
  • Kofferrauminhalt: 543 bis 1.690 l
  • Bereifung: 205/60 R 16
  • Felgen: 6,5 x 16″ Leichtmetall
  • Beschleunigung: 10,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
  • Tankinhalt: 60 l
  • Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 4,6 l auf 100 km
  • Preis: 27.800 Euro inkl. MwSt.
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