Expertentipps | 25.06.2010
Die Ausrüstung macht`s!
Was ziehe ich bloß an? Was wie ein typisches Frauenproblem klingt, wird bei geplanten Outdoor-Aktivitäten tatsächlich zur großen Frage. „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleindung.“
Diesen Satz hört man viel zu oft. Doch es stimmt. Aufenthalte im Freien verlangen eben das passende Outfit – das gilt ganz besonders, wenn es ans Sporteln geht! Und mit der richtigen Kleidung macht ein Ausflug auch gleich viel mehr Spaß.
Radfahren im Regen?
Klar! Wenn es sich nur um Nieselregen handelt, ist es sogar weitaus angenehmer, als bei schwülen Temperaturen in die Pedale zu treten. Aber wie sieht die richtige Ausrüstung für die perfekte Tour aus? Kommt ganz darauf an, was Sie vorhaben. Bei einer gemütlichen Fahrradtour, die mehr dem Sightseeing als dem sportlichen Training dient, reicht bequeme Alltagskleidung. Ein Regencape in den Rucksack packen und man ist gut gerüstet.
Je länger und anspruchsvoller die Fahrten werden, umso gezielter muss die Fahrradbekleidung für die jeweilige Jahreszeit ausgewählt werden. Funktionsbekleidung, die leicht, wind- und wasserdicht und atmungsaktiv ist, hat zwar ihren Preis, zahlt sich aber aus.
Kunstfasern haben sich durchgesetzt, da sie den Schweiß vom Körper weg nach außen transportieren. Baumwolle hingegen hat im Sportbereich ausgedient. Bei der Oberkörperbekleidung ist das Rückenteil oft verlängert, um in der Sitzposition der Nierengegend Schutz zu bieten.
Der Fahrrad-Helm
Ein Muss für Mountainbiker oder Rennradfahrer ist ein guter Helm. Die perfekte Passform hängt von der Person ab und lässt sich am besten im Fachgeschäft ausprobieren. Gute Helme sind oft schon für wenig Geld zu haben. Greift man etwas tiefer in die Tasche, bekommt man bessere Durchlüftung und weniger Gewicht. Sportlichen Fahrern empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen. Bei einem Sturz schützen Sie die Hände vor Schürfverletzungen.
Zu den Extras: Wer komfortabel fahren möchte, greift zu gepolsterten Fahrradhosen und den passenden Schuhen für Klick-Pedale. Schlussendlich gilt kein Dresscode, sondern die Devise: Zu empfehlen ist, was sich gut anfühlt – ideal, wenn es dann noch top aussieht.
Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm ...
Für sportliche Aktivitäten in den Bergen braucht es etwas mehr. Elementar: Passende Wanderschuhe. Es gibt ein unendlich breites Spektrum von Anwendungen für Berg- und Trekkingschuhe: vom gemütlichen Spaziergang bis zur Besteigung von Bergen. Es gibt leider kein Schuhwerk, das zu allem passt. Leichte Wander- und Trekkingschuhe eigenen sich für den Einsatz im Mittelgebirge und auf guten Alpenpfaden. Feste Trekkingschuhe sind für längere anspruchsvolle, alpine Wanderungen gedacht. Für harte Treks braucht man Alpinstiefel. Die festen, profilierten Sohlen sorgen für einen sicheren Tritt und der hohe Schaft für einen guten Halt. Im Zweifelsfall lieber einen festeren Schuh. Als Material hat sich atmungsaktives Material wie Goretex etabliert.
Wander-Rucksack
Klassisches Accessoire, das immer moderner und mit verbesserten Trageeigenschaften daherkommt, ist der Wanderrucksack. Das Wichtigste: Tragekomfort. Gute Rucksäcke liegen nur an wenigen Stellen auf dem Rücken auf und sorgen so für eine gute Belüftung. Bei einem großen Rucksack für schweres Gepäck ist darauf zu achten, dass der Hüftgurt perfekt sitzt, da das Hauptgewicht auf ihm lagert. Die Länge des Rückenteils muss auf Ihre Rückenlänge passen oder bestenfalls verstellbar sein. Eine passende Regenhülle verhindert das Eindringen von Wasser.
Für Bekleidung gilt: „Es lebe die Zwiebel.“
Mit dem mehrschichtigen Kleidungsprinzip sind Sie für alle Wetterbedingungen gerüstet.
Ins Reisegepäck gehören:
Funktions-Unterwäsche
Hemd / Bluse aus Microfaser
Hose aus schnell trocknendem Material
wärmende/r Jacke/Pullover aus Fleece oder Woll-Kunstfasermischung
Wind- und wasserfeste Jacke.
Wanderextras:
Wandersocken vermeiden Blasen, leiten den Schweiß vom Fuß weg und dämpfen die Härte des Wanderweges ab. Bei langen Treks mit schwierigerem Gelände leisten Trekkingstöcke eine willkommene Hilfe, sorgen für Halt und entlasten Gelenke. Jetzt kann eigentlich nichts schiefgehen und der Spaß in der freien Natur kann beginnen.